ZEN

Die Geschichte des Zen

Zen ist eine besondere Weitergabe ausserhalb der Schriften, unabhängig von Buchstabe und Wort. Es zeigt unmittelbar das Herz des Wesens: seine eigene Natur erfassen und Buddha werden.

Bodhidharma
Das Zen hat sich vor allem in China und später in Japan entwickelt, seine eigentliche Geschichte jedoch geht auf Buddha Shakyamuni zurück, der vor 2500 Jahren in Indien die Erweckung erlangte und dadurch die höchste Weisheit und die Befreiung vom Leiden verwirklichte.
Dieser Geist der Erweckung wurde durch die Praxis direkt von Meister zu Schüler, von Buddha Shakyamuni über eine ununterbrochene Linie von Meistern bis zu uns heute immer neu erfahren und jenseits der Worte von Geist zu Geist weitergegeben.
Der indische Mönch Bodhidharma brachte die Essenz der Unterweisung Buddhas im 6. Jahrhundert nach China und wurde zum ersten chinesischen Zen-Patriarchen. Im Laufe der folgenden Generationen entwickelte sich aus der Verbindung des Buddhismus mit dem chinesischen Taoismus jene geistige Praxis, die man heute als Zen bezeichnet. In dieser Zeit blühte das Zen stark auf und übte einen grossen Einfluss auf das gesellschaftliche und kulturelle Leben Chinas aus.

Seit Eno, dem 6. chinesischen Patriarchen, haben sich verschiedene Schulen entwickelt, die zahlreiche grosse Meister hervorgebracht haben. Im 13. Jahrhundert reiste der Mönch Eihei Dogen auf der Suche nach der wahren Lehre Buddhas nach China, wo er bei Meister Tendo Nyojo die Essenz des Zen fand, sie praktizierte und nachher nach Japan brachte. Dadurch wurde Meister Dogen der Begründer der Soto-Schule in Japan.
Im 20. Jahrhundert holte der grosse Meister Kodo Sawaki das Zen aus den Tempeln heraus und ermöglichte dadurch vielen Menschen den Zugang zur authentischen Praxis. 1967 brachte sein Nachfolger Taisen Deshimaru dieselbe Essenz der Unterweisung Buddhas, die er von den rein japanischen Formen befreit hatte, in seiner ganzen Frische nach Europa.
So hat das Zen einen weiteren Schritt auf seiner Wanderung über die Kontinente gemacht. Inzwischen haben zahlreiche Menschen im Westen zu einer echten Zenpraxis unter Anleitung von westlichen Zenmeistern gefunden. Dies zeigt, dass das lebendige Zen auch im Abendland Wurzeln geschlagen hat und neu aufblüht.

 

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